11:48 09.09.2010
Bereits kurz nach 7 Uhr saßen wir im Restaurant und genossen das sehr gute Frühstücksbuffet (u.a. Roastbeef mit hausgemachter sauce rémoulade) in aller Ausführlichkeit. Um kurz nach 10 Uhr waren wir, das Auto frisch vollgetankt, bereits wieder auf der E6 in Richtung Süden unterwegs; heute standen immerhin 390 km bis Trondheim auf dem Programm. Abgesehen von ein paar Baustellen gab es keine größere Abwechslung, die vorbeiziehende Landschaft gab sich (zumindest für uns Lofoten-Verwöhnte) unspektakulär. So zog sich die Fahrt nicht zuletzt wegen der strikten Tempolimits ein wenig in die Länge, ehe dann kurz vor Trondheim tatsächlich so etwas wie lebhafter Straßenverkehr zustande kam. Froh, die Tagesetappe geschafft zu haben, nahmen wir die einzig freie Parklücke direkt vor dem zentral gelegenen "Bakeriet Hotel" und bezogen unser gemütliches Zimmer. Wir stärkten uns mit frisch gebackenen Waffeln, die Lisa am für die Hotelgäste bereit stehenden Waffeleisen selbst fertigte und anschließend mit Sahne und Erdbeermarmelade belegte, sowie Kaffee oder heißer Schokolade, bevor wir noch einen kleinen Orientierungsspaziergang in der näheren Umgebung unternahmen. Nach dem ordentlichen (ebenfalls im Übernachtungspreis eingeschlossenen) Abendbuffet, liefen wir noch durch die Straßen der Innenstadt und kamen dabei auch zum Nidarosdom. Der 102 m lange und 50 breite Dom ist das größte sakrale Bauwerk Skandinaviens, Norwegens Nationalheiligtum und Krönungskirche. Schließlich gingen wir noch in ein schottisches Pub namens "Macbeth", wo wir uns jeder ein irisches oder englisches Bier vom Fass leisteten.
~Hubertus
Donnerstag, 9. September 2010
Mittwoch, 8. September 2010
Abschied von den Lofoten, Polarkreis und Norwegens Mitte
16:43 08.09.2010
Wieder klingelte der Wecker schon um 5 Uhr. So waren wir auch superpünktlich 45 min vor dem fahrplanmäßigen Ablegen am Fähranleger in Moskenes. Kurz nach 7 Uhr waren wir an Bord der M/S "Bodø" unterwegs in Richtung Bodø, der mit 41.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt im Norden Norwegens. Diese Fährpassage sollte unsere letzte innerhalb Norwegens und zugleich auch die längste sein: Für die (geschätzten) 100 km benötigte das Schiff etwa 3 1/4 Stunden. Bei traumhaftem Wetter konnten wir noch einmal auf die bizarre Bergkulisse der Lofoten zurückblicken. Die weitere Überfahrt nutzten wir je nach persönlichen Präferenzen für ein Frühstück, eine Mütze Schlaf und/oder um uns auf dem Oberdeck die Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen; anfänglich schaukelte der "Kahn" ein wenig, später war es fast windstill und die See sehr ruhig.
In Bodø angekommen, kauften wir noch geräucherten Lachs und ebensolche Lachsforelle aus regionaler Erzeugung, um uns in der Kühlbox ein Stück Nordnorwegen mit nach Hause zu nehmen. Die folgenden 350 km auf der Straße Nr. 80 und später auf der E6 in Richtung Süden verliefen recht unspektakulär, wenn man einmal die friedlich direkt am "Norkap-Highway" grasende Elchkuh unberücksichtigt lässt, die uns im Übrigen dem Anschein nach überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkte.
Rast machten wir noch einmal am Polarkreis und dem gleichnamigen Zentrum ("Polarsirkelsenteret"), einem schicken Bau inmitten karger, runder Bergrücken. Hier warf Lisa unsere gesammelte Urlaubspost in den Briefkasten, so dass jeder Empfänger einer unserer Urlaubskarten zugleich auch Post vom Polarkreis bekommen würde, natürlich mit dem entsprechenden Poststempel. Schließlich erreichten wir Mosjøen, die Stadt in der Mitte Norwegens - so verkündete es jedenfalls eine Begrüßungstafel am Ortseingang. Hier befand sich auch unser Tagesziel: Das "Fru Haugans Hotel", das älteste Hotel in Nordnorwegen, das bereits 1794 die königliche Konzession erhielt, Gäste zu beherbergen. Nach einem kleinen Abendspaziergang durch die Sjøgata mit ihren gut erhaltenen Lager- und Wohnhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, gab es im recht geräumigen Hotelzimmer noch ein kleines Abendbrot und ich machte es mir auf dem Ledersessel am Schreibtisch bequem und nutzte den kostenlosen Internetzugang, um unser Reisetagebuch wieder auf einen einigermaßen aktuellen Stand zu bringen.
~Hubertus
Wieder klingelte der Wecker schon um 5 Uhr. So waren wir auch superpünktlich 45 min vor dem fahrplanmäßigen Ablegen am Fähranleger in Moskenes. Kurz nach 7 Uhr waren wir an Bord der M/S "Bodø" unterwegs in Richtung Bodø, der mit 41.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt im Norden Norwegens. Diese Fährpassage sollte unsere letzte innerhalb Norwegens und zugleich auch die längste sein: Für die (geschätzten) 100 km benötigte das Schiff etwa 3 1/4 Stunden. Bei traumhaftem Wetter konnten wir noch einmal auf die bizarre Bergkulisse der Lofoten zurückblicken. Die weitere Überfahrt nutzten wir je nach persönlichen Präferenzen für ein Frühstück, eine Mütze Schlaf und/oder um uns auf dem Oberdeck die Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen; anfänglich schaukelte der "Kahn" ein wenig, später war es fast windstill und die See sehr ruhig.
In Bodø angekommen, kauften wir noch geräucherten Lachs und ebensolche Lachsforelle aus regionaler Erzeugung, um uns in der Kühlbox ein Stück Nordnorwegen mit nach Hause zu nehmen. Die folgenden 350 km auf der Straße Nr. 80 und später auf der E6 in Richtung Süden verliefen recht unspektakulär, wenn man einmal die friedlich direkt am "Norkap-Highway" grasende Elchkuh unberücksichtigt lässt, die uns im Übrigen dem Anschein nach überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkte.
Rast machten wir noch einmal am Polarkreis und dem gleichnamigen Zentrum ("Polarsirkelsenteret"), einem schicken Bau inmitten karger, runder Bergrücken. Hier warf Lisa unsere gesammelte Urlaubspost in den Briefkasten, so dass jeder Empfänger einer unserer Urlaubskarten zugleich auch Post vom Polarkreis bekommen würde, natürlich mit dem entsprechenden Poststempel. Schließlich erreichten wir Mosjøen, die Stadt in der Mitte Norwegens - so verkündete es jedenfalls eine Begrüßungstafel am Ortseingang. Hier befand sich auch unser Tagesziel: Das "Fru Haugans Hotel", das älteste Hotel in Nordnorwegen, das bereits 1794 die königliche Konzession erhielt, Gäste zu beherbergen. Nach einem kleinen Abendspaziergang durch die Sjøgata mit ihren gut erhaltenen Lager- und Wohnhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, gab es im recht geräumigen Hotelzimmer noch ein kleines Abendbrot und ich machte es mir auf dem Ledersessel am Schreibtisch bequem und nutzte den kostenlosen Internetzugang, um unser Reisetagebuch wieder auf einen einigermaßen aktuellen Stand zu bringen.~Hubertus
Dienstag, 7. September 2010
Wandern und Nordlicht
23:59 07.09.2010
Bei strahlendem Sonnenschein fiel das Aufstehen nicht allzu schwer. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Å, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung um den (halben) See Ågvatnet. Zunächst genossen wir den Ausblick auf die beiden südlichsten Lofoten-Inseln Verøy und Røst. Nachdem wir den passenden "Einstieg" gefunden hatten, führte der Weg uns meist etwas oberhalb am Südufer des Sees durch ziemlich sumpfiges und teils recht abschüssiges Gelände, unterbrochen durch ein paar kleine Klettereinlagen, die teilweise durch Ketten gesichert waren. Am westlichen Ufer des Sees angekommen, machten wir auf einer Anhöhe Rast, genossen dies Sonne, den Blick auf den See, das Bergpanorama und unseren Proviant. Den Rückweg am Nordufer entlang brachen wir nach einiger Zeit ab, da sich das Vorankommen hier als noch schwieriger erwies. So drehten wir um und nahmen den uns bereits bekannten Weg. Später machten wir es uns noch einmal in der Sonne gemütlich, bevor wir nach etwa 7 Stunden wieder am Parkplatz ankamen. In unserer "Rorbua" zurück, gab es ein leckeres Abendessen mit geräuchertem Lachs für Cornelia und mich, einer Pizza für Lisa und einer kleinen Portion "Rømmegrøt" für alle. Später gingen wir noch einmal nach draußen, um den klaren, viel mehr Sterne als von uns gewohnt zeigenden Nachthimmel anzuschauen. Da entdeckten wir einen kleinen, hellen Lichtstreif, den wir uns zunächst nicht erklären konnten. Daraus entwickelte sich in den nächsten Minuten ein prächtiges Lichtspektakel: Das Nordlicht! Es veränderte dabei ständig seine Form, Position und Leuchtkraft und faszinierte uns bis zu seinem Abklingen nach etwa 1/2 Stunde völlig - ein schöner Höhepunkt unseres sich langsam dem Ende zuneigenden Norwegen-Urlaubs!
~Hubertus
PS: Meldung des Telegraph vom 9. September: Spectacular Northern Lights display pictured after violent space storm
Bei strahlendem Sonnenschein fiel das Aufstehen nicht allzu schwer. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Å, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung um den (halben) See Ågvatnet. Zunächst genossen wir den Ausblick auf die beiden südlichsten Lofoten-Inseln Verøy und Røst. Nachdem wir den passenden "Einstieg" gefunden hatten, führte der Weg uns meist etwas oberhalb am Südufer des Sees durch ziemlich sumpfiges und teils recht abschüssiges Gelände, unterbrochen durch ein paar kleine Klettereinlagen, die teilweise durch Ketten gesichert waren. Am westlichen Ufer des Sees angekommen, machten wir auf einer Anhöhe Rast, genossen dies Sonne, den Blick auf den See, das Bergpanorama und unseren Proviant. Den Rückweg am Nordufer entlang brachen wir nach einiger Zeit ab, da sich das Vorankommen hier als noch schwieriger erwies. So drehten wir um und nahmen den uns bereits bekannten Weg. Später machten wir es uns noch einmal in der Sonne gemütlich, bevor wir nach etwa 7 Stunden wieder am Parkplatz ankamen. In unserer "Rorbua" zurück, gab es ein leckeres Abendessen mit geräuchertem Lachs für Cornelia und mich, einer Pizza für Lisa und einer kleinen Portion "Rømmegrøt" für alle. Später gingen wir noch einmal nach draußen, um den klaren, viel mehr Sterne als von uns gewohnt zeigenden Nachthimmel anzuschauen. Da entdeckten wir einen kleinen, hellen Lichtstreif, den wir uns zunächst nicht erklären konnten. Daraus entwickelte sich in den nächsten Minuten ein prächtiges Lichtspektakel: Das Nordlicht! Es veränderte dabei ständig seine Form, Position und Leuchtkraft und faszinierte uns bis zu seinem Abklingen nach etwa 1/2 Stunde völlig - ein schöner Höhepunkt unseres sich langsam dem Ende zuneigenden Norwegen-Urlaubs!
~Hubertus
PS: Meldung des Telegraph vom 9. September: Spectacular Northern Lights display pictured after violent space storm
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| Photo: Øystein Lunde Ingvaldse / spacestories.com |
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